Aktuelle Projekte in der experimentellen Forschung des CRC

Am Clinical Research Center for Hair and Skin Science wird experimentell und translational zur Hautalterung durch den Lebenszyklus, sowie zum Thema Haarforschung und Inflammatosche Hauterkrankungen (Akne und Rosazea) geforscht. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht aktueller Projekte und Tätgkeiten.

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Forschung und Projekte in der experimentellen & translationalen Forschung

Carrier-basierte Dermatotherapie

Behandlung erkrankter Haut durch lokales Auftragen von Wirkstoffen hat in der Dermatologie einen hohen Stellenwert.  Neue Entwicklungen, z.B. in der Polymerchemie, eröffnen die Möglichkeit Wirkstoffe effektiver über die Hautbarriere und gezielter an ihren Wirkort zu bringen.

In einer Reihe grundlagenwissenschaftlicher und translationeller Projekte untersuchen wir Interaktionen neuer, teils auch Stimuli-responsiver Materialien mit der Hautbarriere und den darunterliegenden Hautzellpopulationen. Ein Ziel ist u.a. die Nutzung biochemischer Besonderheiten erkrankter Haut zur Entwicklung innovativer Strategien für die Dermatotherapie.

Referenzprojekte, öffentliche Förderung:
DFG Vo 926 3-1
 

DFG SFB 1112
DFG SPP1313

Transkutane Immunisierung

Durch Auftragen von Antigenen auf die Haut können nachhaltige Effekte auf das Immunsystem erzielt werden. Eine wichtige Rolle spielen hier kutane Antigen-präsentierende Zellen und die Möglichkeit verstärkte zelluläre Immunantworten zu induzieren. In den vergangenen 15 Jahren war unsere Arbeitsgruppe maßgeblich an der Erforschung neuartiger Technologien zur transkutanen Impfung und transkutanes Immunzell-Targeting beteiligt. Diese führten u.a. zu einer patentierten Impftechnologie und darauf aufbauend zu umfassenden translationellen Arbeiten und klinischen Studien unter Verwendung von Grippeimpfstoffen, aber auch innovativen HIV-Impfstoffen, in internationalen Forschungskonsortien.

Referenzprojekte, öffentliche Förderung:

Europäische Union, FP7 CUT’HIVAC
Europäische Union, FP6 MuNanoVac

Antimikrobielle Therapie und ex vivo Wundinfektionsmodelle

Katheter sowie post-operative und chronische Wunden stellen mögliche Eintrittsstellen dar, die zu Infektionen führen können. Mit der Zunahme von Biofilm-bildenden oder Antibiotika-resistenten Bakterien, ist auch der Bedarf an innovativen antimikrobiellen Wirkstoffen gestiegen. Insbesondere sind Haarfollikel von Interesse, da sie Nischen sind, in denen Bakterien durch Wirkstoffe schwer zu erreichen sind. Um neue Ansätze für die Hautdesinfektion oder die lokale Behandlung von Infektionen zu testen, haben wir Wundinfektionsmodelle basierend aus ex vivo Haut entwickelt. Diese werden in Versuchen zur Testung von Wirkstoffpenetration, Wundheilung und antimikrobiellen Effizienz verwendet. Auch Fragestellungen über die Wechselwirkung von Bakterien und dem Hautimmunsystem werden mit den ex vivo Modellen bearbeitet.

Referenzprojekte, öffentliche Förderung:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, WoundNanoCare, KF2088119MD4

Translationelle Haarforschung

Der Haarfollikel spielt als Reservoir, Penetrationsweg und besondere anatomische Nische für Interaktionen zwischen der Umwelt und dem kutanen Immunsystem eine zentrale Rolle. In verschiedenen Projekten untersuchen wir Möglichkeiten, Wirkstoffe gezielt an wichtige Kompartimente (Talgdrüsen, Stammzellnische, Bulbus) heranzubringen. Außerdem stehen uns verschiedene Techniken für die Extraktion von Biomarkern zur Verfügung, die wir für klinische Studien zur Erforschung von Haarfollikelbiologie und Haarerkrankungen in Kooperation mit der klinischen Forschungseinheit des CRC einsetzen.

Klinische Relevanz von Hautbarriere-Störungen

Besonderheiten der Hautbarriere und ihre klinische Relevanz ist nicht nur im Rahmen von Hauterkrankungen sondern über die gesamte Lebensspanne hinweg ein wichtiger Aspekt unserer klinisch-translationellen Forschung.  In diesem Rahmen führen wir verschiedenste Studien zur Hautbarriere im frühen Kindesalter aber auch in hoch betagten Individuen durch, um speziell adaptierte Pflegeregime für besonders jungen, besonders alte, aber auch besonders vulnerable Patienten (z.B. Immunsupprimierte und Patienten unter Chemotherapien) zu entwickeln.

IIT-Studie: Charakterisierung der Entzündung von betroffenen & nicht betroffenen Arealen bei Kopfhauterkrankungen

Ziel der Studie ist es, immunologische Prozesse und relevante Biomarker bei entzündlichen Hauterkrankungen am Kopf im Vergleich zu gesunder Kopfhaut zu identifizieren.

Die Behandlung von entzündlichen Kopfhauterkrankungen wie der Frontal fibrosierenden Alopezie, Lichen planopilaris, Alopecia Areata und Kopfhautpsoriasis stellen eine medizinische Herausforderung dar. Obwohl es heutzutage viele Möglichkeiten gibt, Medikamente genau auf die jeweiligen Entzündungsprozesse abzustimmen, reicht unser Verständnis von Kopfhaut- und Haarerkrankungen hierzu noch nicht aus. Wenn wir die jeweiligen Entzündungsprozesse besser verstünden und wüssten, warum z.B. bestimmte Entzündungen an der Haarwurzel Stammzellen zerstören und andere nicht, könnten wir Therapien in Zukunft besser anpassen oder sogar Hinweise für völlig neue Entwicklungen finden. Vergleiche mit gesunder Kopfhaut sind hierzu sehr wichtig.

IIT-Studie: Charakterisierung des Haarfollikelmikrobioms & der Inflammationsmarker von betroffenen & nicht betroffenen Arealen bei Kopfhaut- & Haarerkrankungen

Ziel der Studie ist es mikrobielles Material im Haarfollikel („Mikrobiom“) und relevante Biomarker bei entzündlichen Hauterkrankungen am Kopf im Vergleich zu gesunder Kopfhaut zu identifizieren.

Die Behandlung von entzündlichen Kopfhauterkrankungen wie der Frontal fibrosierenden Alopezie, Lichen planopilaris, Folliculitis decalvans und Alopecia Areata stellt eine medizinische Herausforderung dar. Obwohl es heutzutage viele Möglichkeiten gibt, Medikamente genau auf die jeweiligen Entzündungsprozesse abzustimmen, reicht unser Verständnis von Kopfhaut- und Haarerkrankungen hierzu noch nicht aus. Wenn wir den Einfluss der auf der menschlichen Haut und in den Haarfollikeln lebenden Mikroorganismen auf das Immunsystem und die jeweiligen Entzündungsprozesse besser verstünden und wüssten, warum z.B. bestimmte Entzündungen an der Haarwurzel Stammzellen zerstören und andere nicht, dann könnten wir Therapien in Zukunft besser anpassen oder sogar Hinweise für völlig neue Entwicklungen finden.